Regenpoesie

regengefährte

trügerisch ist die ruhe. der erste hauch, noch sanft streichelnd. der wind entdeckt die lust. plötzlich blähen sich strickjacken wie segel. haare zerzauseln. mit wasserdampf gesättigte wolken. es blühen wildwachsende regengebilde. ein tropfen, dann überreiches naß. es tropft und perlt, von nasenspitzen, blütenblättern. ein stiller wolkenbruch zerlegt, zerstückelt das landschaftsbraun. ein zerrbild. schwalben streifen dachfirste. der horizont ist gefärbt, vom widerschein des meeres. ein wasserfall stürzt vom rande der welt. nie still stehende schöpfung. der regen ist mein gefährte. jahrhundertelang.

Autorin: Sabine von wortgeflumselkritzelkram, die übrigens gerade ihren ersten Gedichtband herausgebracht hat. Hier geht es zum Original; dass ich in dieser Form teile, wurde mit der Autorin abgesprochen.
Liebe Sabine, vielen Dank für diesen zauberhaften Regentext extra für mich!

 

Quelle: Pixabay

 

Regenpoesie

Die Regenfrauen

Und weil es so schön ist, kommt hier gleich noch eins von Ola hinterher … danke! 😀

Als die Wolken dräuen sich über unseren Köpfen ballen eilen unsere Schritte schneller durch das raschelnde Laub Unter dem Holzdach des zwergenhaften Unterstands harren wir still aus und lauschen dem Regen Er trommelt auf das Dach verirrt sich kurz im Blattgewirr tropft und hüpft und glänzt und lockt die Regenfrauen Mit dem Versprechen nasser Lust und feuchter Tropfenspiele auf ihre […]

Die Regenfrauen