Regenpoesie

Wolken ohne Flug und Regen

Wolken lähmend draußen stehen,
Wolken durch die Wände gehen;
Heut’ vor Wolken, weltengroßen,
Ist der Himmel nicht zu sehen.
Wolken drücken stumm verdrossen.
Wolken sich zusammenschlossen,
Wolken, die nicht zu bewegen,
Wolken ohne Flug und Regen,
Wolken, die ans Herz grob stoßen.

(Max Dauthendey, Wolken ohne Flug und Regen, aus: Lusamgärtlein, in: Gesammelte Gedichte und kleinere Versdichtungen, Albert Langen, München 1930, S. 237)

 

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