Regenpoesie

Die Nacht will sich in laute Wasser einhüllen

Hörst du, wie draußen im Regen die Wasser sich necken,
Wie die Regengüsse hinfallen in langen, lauten Strecken
Und überlaufen über die Ränder der Wolkenbecken,
Als soll mit Mann und Maus heut Nacht die Erde ersaufen.
Es kann kaum der Regen vor stürzender Eile noch schnaufen;
Die Regengeister füllen mit ihren Wasserleibern die Traufen.

Die Nacht will sich in laute Wasser einhüllen,
Aus dem Regen sie sich ein eigenes Liebeslied macht,
So wie ein Verlassener sein einsames Lachen lacht.

(Max Dauthendey, Die Nacht will sich in laute Wasser einhüllen, aus: Lusamgärtlein. Frühlingslieder aus Franken, in: Gesammelte Gedichte und kleinere Versdichtungen, Albert Langen, München 1930, S. 256)

 

Regen in der Nacht | RegensucherinQuelle: Pixabay

 

Es regnet. Schon einen mehr oder weniger großen Teil der Nacht, soweit wie ich das mitbekommen habe, und ungemütlich frisch ist es auch.

Der Einzige, den das nicht die Bohne stört, ist der Herr Fellträger …

Habt einen guten Tag!

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